Kostbar e.V.

Feilitzschstr. 1 • 80802 München

SCHUTZKONZEPTE

Warum brauchen Kitas ein Schutzkonzept?

Die Krippe oder der Kindergarten ist ein Ort, an dem viele Kinder betreut werden. Die Betreuer*innen haben neben den Eltern großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder.

Das Ziel: Alle Kitas sollen ein Kompetenz- und Schutzort für Kinder sein. Kindeswohl und Kinderschutz stehen an erster Stelle.

 

Die Rechtsprechung ist klar: Seit 2012 schreibt das Bundeskinderschutzgesetz mit dem SGB VIII §79a vor, dass alle Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen konkrete Schutzmaßnahmen ergreifen müssen. Die Vorgabe hierzu ist die Erarbeitung eines eigenen Schutzkonzeptes.


Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, stehen vor der Herausforderung, diesen jungen Menschen geschützte Räume anzubieten. Es sollen Orte sein, wo Mädchen* und Jungen* kompetente Ansprechpersonen finden, die zuhören und helfen können, wenn ihnen sexualisierte Gewalt – bspw. im familiären Umfeld oder in der Einrichtung – angetan wurde.

 

Wir unterstützen Sie bei der Erarbeitung eines trägerspezifischen Schutzkonzeptes. Unser Angebot richtet sich an Träger, Leitungen und Teams. Sie können wählen zwischen den drei folgenden Modulen zum Thema Schutzkonzept:

Einführung – Umsetzung – Vertiefung.

 

Gerne passen wir unsere Seminare an Ihren individuellen Bedarf an.

> info@kostbar.org

Darüberhinaus begleitet Kostbar e.V. Erzieher*innen und pädagogisches Fachpersonal bei folgenden Anliegen:

 

Inhouse-Fortbildungen Schutzkonzept im Überblick:

  • Basis Veranstaltung Sexualisierte Gewalt (Daten, Fakten, Täter*innenstrategien, Intervention und Prävention)
  • Führen von Konfliktgesprächen unter Mitarbeiter*innen und mit Eltern
  • Eltern-Kind-Initiativen: Vorstellung eines Schutzkonzeptes für konzept- und personalverantwortliche Mitglieder des Vorstands
  • Auffrischung für das Team (bei Personalwechsel) zum Thema Schutzkonzept
       - Informationen über Neuerungen
       - Erfahrungsaustausch nach
          implementierten Schutzkonzept
  • Spezifische, auf das Thema zugeschnittene Fortbildungen oder interne Schulungen:
       - Haltung zu Nähe und Distanz
       - Persönliche emotionale und soziale Kompetenz
       - Kommunikation in der Konfliktbearbeitung
       - Dynamiken in Institutionen und Teams
       - Strukturelle Risiko- und Schutzfaktoren
       - Differenzierung von Grenzverletzungen

 

 

 

Teamfortbildung 1 – Einführung

 

Strukturelle Prävention in die eigene Organisation einführen

 

Als Einstieg in das Schutzkonzept gibt der Vortrag einen Überblick über Aufgaben und Verantwortlichkeiten des Trägers, der Einrichtung sowie der Mitarbeiter*innen.

 

Inhalte:

  • Gesetzlicher Hintergrund
  • Bedeutung, Zielsetzung und Struktur des Schutzkonzeptes
  • Risikoanalyse und Vereinbarung konkreter Schutzmaßnahmen
  • Ausarbeitung eines Verhaltenskodexes
  • Prävention von Gewalt / Intervention bei Grenzverletzungen und Übergriffen

 

  • Partizipation, Beteiligung der Kinder / Stärkung ihrer Rechte
  • Beschwerdeverfahren
  • Personalauswahl und Personalentwicklung
  • Adressen und Anlaufstellen

 

Termin: Nach Absprache

Dauer: 6 Std.

> info@kostbar.org

 

Teamfortbildung 2 – Umsetzung

 

Beratung und Unterstützung

bei der Erarbeitung eines Schutzkonzeptes

 

Nach einem ausführlichen Vorgespräch mit der Leitung der Einrichtung, werden anschließend im Seminar die nachfolgenden Inhalte im Team bearbeitet und dann von Kostbar e.V.  in ein individuelles Schutzkonzept umgesetzt.

 

Inhalte:

  • Beratung und Unterstützung der Einrichtung bei der Erarbeitung des Schutzkonzeptes
  • Gefährdungsanalyse erstellen
  • Themen wie „Haltung und Respekt“ vertiefen
  • Entwickeln eines Verhaltenskodex, der für alle gleichermaßen gilt
  • Meldeverfahren nach Berücksichtigung von SGB VIII §8a
  • Schriftliche  Erstellung des Schutzkonzeptes in Absprache

 

Termin: Nach Absprache

Dauer: 10 Std.

> info@kostbar.org

Teamfortbildung 3 – Vertiefung

 

Vertiefung des Schutzkonzeptes

 

Hier wird gemeinsam besprochen, wo Ihr Team in Bezug auf das Schutzkonzept steht, welche Aspekte schon gut umgesetzt wurden und wo es noch Handlungsbedarf gibt.

 

Inhalte:

  • Was hat sich bisher durch das Schutzkonzept geändert?
  • Was hat sich noch nicht geändert, sollte aber noch?
  • An welche Grenzen sind wir gestoßen?
  • Wie gut ist unsere Aufmerksamkeit, Kommunikation und Konsequenz?

 

  • Begleitung bei der Entwicklung der Risikoanalyse und Potentialanalyse
  • Vorstellen qualitativer Präventionsangebote
  • Partizipation und Beschwerde als strukturelle Prävention
  • Haltung zur Selbstverpflichtungserklärung

 

Termin: Nach Absprache

Dauer: 6 Std.

> info@kostbar.org

 

Fortbildung

 

Kein Raum für Missbrauch im Sport – kein Tatort werden

 

Wir entwickeln auch Schutzkonzepte im Bereich Sport und Freizeit. Gemeinsam mit Trainer*innen, Kindern oder Jugendlichen und Eltern wird ein passendes Schutzkonzept für Ihren Verein erstellt. Darin enthalten sind Handlungsleitfäden, Richtlinien und Infomaterialien, um gezielt präventiv gegen sexualisierte Gewalt vorgehen zu können.

 

Immer wieder kommen durch Medienberichte sexuelle Übergriffe in Sportvereinen an die Öffentlichkeit. Vorweg: in den meisten Sportvereinen finden keine sexuellen Grenzverletzungen statt und die meisten Trainer*innen sind aktiv um das Wohlergehen der ihnen anvertrauten Kinder bemüht. Dennoch gibt es einzelne Trainer*innen, die ihre Autoritätsposition gegenüber Kindern und Jugendlichen gezielt ausnützen.

 

Außerdem bestehen viele Angebote für Kinder und Jugendliche  nur durch das große Engagement von Ehrenamtlichen. Für den Kinderschutz ist das eine besondere Herausforderung: Der Zugang zu Gruppenleitungs-, Betreuungs- und Trainingsaufgaben ist oft niedrigschwellig und sehr offen gestaltet. Dadurch können Menschen gewonnen werden, die bei Kindern und Jugendlichen – unabhängig von formalen Qualifikationen – gut ankommen und im Zusammensein mit ihnen viel Positives bewirken können. Diese Situation birgt aber auch eine Gefahr. Durch den regelmäßigen und vertrauten Kontakt zu Mädchen* und Jungen* kann es zu sexuellen Übergriffen kommen. Präventive Richtlinien müssen in Vereinen eine gangbare Lösung sein, um Kindern und Jugendlichen Schutz zu bieten.

> www.kein-raum-fuer-missbrauch.de

 

 

 

 

Schutzvereinbarungen für Sportvereine
Sexuelle Gewalt ist eine Grenzverletzung und meint jede sexuelle Handlung, die an einer anderen Person gegen deren Willen vorgenommen wird. Gerade im Sport gibt es eine Sondersituation durch das große Vertrauensverhältnis und das bestehende Macht- und Abhängigkeitsverhältnis zwischen Trainer*innen und Spieler*innen. Die besonderen Situationen in der Umkleide, beim Duschen oder in Trainingscamps mit Übernachtungen, verlangen gezielte Schutzvereinbarungen für die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen aber auch um den Trainer*innen und Betreuer*innen Sicherheit zu geben, in welchen Situationen besondere Rücksicht zu nehmen ist.

 

Wir informieren, begleiten und unterstützen Sportvereine bei der Prävention von sexueller Gewalt. Gemeinsam entwickeln wir wirksame Notfallpläne und beraten Trainer*innen, Vereinsverantwortliche und Eltern bei Fragen und Verdachtsfällen. Wir arbeiten präventiv mit Kindern und Jugendlichen.

 

Zielgruppe: Sportvereine: Trainer*innen, Spieler*innen, Eltern

Termin: Nach Absprache

Dauer: mehrere Einheiten, jeweils ca. 3-4 Std.

Kosten: auf Anfrage

> info@kostbar.org

Kostbar e.V. arbeitet mit dem Institut für Bildung und Beratung in Miesbach zusammen. Sie können sich auch hier für eine Weiterbildung zur Entwicklung eines Schutzkonzeptes anmelden: